Sokollu-Mehmed-Pascha-Moschee, Osmanische Moschee in Fatih, Türkei
Die Sokollu-Mehmed-Pascha-I.-Moschee ist eine osmanische Freitagsmoschee im Istanbuler Stadtteil Fatih, errichtet aus Granit mit einem sechseckigen Gebetsraum, der von einer zentralen Kuppel überspannt wird. Sie ist Teil eines Külliye-Komplexes, zu dem ein Innenhof mit Brunnen, eine Koranschule und weitere Nebengebäude gehören.
Die Moschee wurde 1571 auf Wunsch des Großwesirs Sokollu Mehmed Pascha und seiner Frau Ismihan Sultan fertiggestellt und vom Architekten Mimar Sinan entworfen. Sie entstand in einer Zeit, in der das Osmanische Reich seine Architektur aktiv als Zeichen politischer Macht einsetzte.
Die Innenräume sind mit Iznik-Fliesen aus dem 16. Jahrhundert bedeckt, die florale Motive in tiefen Blau-, Rot- und Grüntönen zeigen. Weiße Thuluth-Kalligraphie zieht sich durch die gesamte Wand- und Bogenfläche und macht den Innenraum zu einer lesbaren religiösen Botschaft.
Die Moschee liegt im dicht bebauten Viertel Fatih und ist am einfachsten zu Fuß von den nahegelegenen Hauptstraßen aus zu erreichen. Besucher sollten bedeckende Kleidung mitbringen und darauf achten, dass während der Gebetszeiten bestimmte Bereiche nicht zugänglich sind.
In verschiedenen Teilen des Gebäudes sind vier Fragmente eingemauert, die als Splitter des Schwarzen Steins aus Mekka gelten. Eines davon befindet sich in der Mihrab-Nische, was den Blickpunkt des Gebetsraums für gläubige Besucher besonders auflädt.
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