Sima Humboldt, Natürliche Schachthöhle im Sarisariñama-Tepui, Venezuela.
Sima Humboldt ist eine riesige Doline in einem Quarzitfelsen auf dem Sarisariñama-Tafelberg, die sich 314 Meter tief in das Gestein hineinzieht. Die Öffnung oben misst 352 Meter im Durchmesser und vergrößert sich nach unten auf 502 Meter.
Ein Pilot namens Harry Gibson entdeckte diese Höhle 1961 zufällig von oben. Die erste Erkundungsexpedition unter der Leitung von Charles Brewer-Carías erreichte 1974 den Boden und dokumentierte diese außergewöhnliche Höhlung.
Die einheimische Bevölkerung der Region nutzt traditionelle Boote, sogenannte Curiaras, um sich durch das dichte Waldgebiet um die Höhle zu bewegen. Diese Fortbewegungsweise ist eng mit dem Leben in dieser abgelegenen Gegend verbunden.
Der Besuch erfordert offiziellen Genehmigungen und kann nur mit dem Hubschrauber erreicht werden, da die nächste Straße Hunderte Kilometer entfernt liegt. Die Zugänglichkeit ist äußerst eingeschränkt und nur autorisierten Expeditionen vorbehalten.
Am Boden dieser Höhlung befindet sich ein isolierter Waldbereich mit seinem eigenen Ökosystem, das völlig von der Außenwelt getrennt ist. Pflanzen und Tiere haben sich dort unabhängig entwickelt, was diese unterirdische Welt zu etwas ganz Besonderem macht.
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