Kloster des hl. Augustin, Sevilla, Augustinerkloster aus dem 13. Jahrhundert nahe der Puerta de Carmona, Sevilla, Spanien
Das Monasterio de San Agustin ist ein Klostergebaeude aus dem 13. Jahrhundert in der Naehe der Puerta de Carmona in Sevilla, das eine gotische Refektorium und einen Kreuzgang mit mittelalterlichen Elementen der spanischen Religionsarchitektur aufweist. Die Anlage zeigt typische Merkmale eines Augustiner-Klosters mit Steinbauwerk und urspruenglichen Strukturelementen, die teilweise erhalten oder im Laufe der Zeit veraendert wurden.
Das Kloster wurde zwischen 1248 und 1292 gegründet und wurde zur Hauptanlage von 36 Augustiner-Konventen in Andalusien. Französische Truppen besetzten das Gebäude 1810 während der napoleonischen Kriege, was einen Wendepunkt in seiner Geschichte als religiöse Institution markierte.
Der Name des Klosters verweist auf den heiligen Augustinus, dessen Leben in Werken von Murillo dargestellt wurde, die einst die Räume schmückten. Diese künstlerischen Arbeiten zeigten religiöse Geschichten, die für die Mönche und Besucher des Ortes von spiritueller Bedeutung waren.
Das Gebäude ist teilweise verlassen und nur bedingt zugänglich, wobei einige Bereiche ihre ursprüngliche Struktur bewahrt haben. Es ist ratsam, vor einem Besuch die aktuelle Zugänglichkeit zu überprüfen, da nicht alle Teile der Anlage öffentlich betreten werden können.
Nach 1837 wurde das ehemalige Kloster als Gefängnis umgenutzt, in dem Insassen Handwerkstätigkeiten wie Schreinerei und Schuhherstellung betrieben. Diese Umwandlung von einem religiösen Ort zu einer Arbeitsstätte zeigt, wie das Gebäude seine Funktion grundlegend änderte.
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