Dreikönigenschrein, Mittelalterlicher Reliquienschrein im Kölner Dom, Deutschland
Das Schrein der Drei Könige ist ein Reliquiar aus vergoldetem Metall in der Kölner Kathedrale, das mit feinen Metallskulpturen und über tausend kostbaren Steinen und Perlen verziert ist. Es steht erhöht über dem Hauptaltar und dominiert den Blick ins Innere der Kirche.
Das Reliquiar kam 1164 nach Köln, als Kaiser Friedrich Barbarossa die Reliquien dem Erzbischof Rainald von Dassel nach deren Raub aus Mailand schenkte. Die Kunstwerk selbst entstand später in der Zeit zwischen 1180 und 1225 durch den Kunsthandwerker Nikolaus von Verdun.
Das Schrein zeigt Figuren aus biblischen Szenen, Propheten und Apostel, die die mittelalterliche Handwerkskunst widerspiegeln. Besucher können diese detaillierten Darstellungen studieren und verstehen, wie religiöse Geschichten in Metall erzählt wurden.
Das Reliquiar befindet sich über dem Hochaltar der Kathedrale und ist von dort aus gut zu sehen, wenn man die Kirche besucht. Die beste Aussicht hat man aus dem Mittelschiff, von wo aus man alle Details erkennen kann.
Als das Reliquiar 1864 untersucht wurde, fanden Fachleute alte Seidenstoffe aus Palmyra, die die Knochen umhüllten, sowie Münzen aus der Zeit des Erzbischofs Philipp. Diese Funde zeigten, dass die Reliquien tatsächlich Jahrhunderte alt sind.
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