Römisch-Germanisches Museum, Archäologisches Museum in Altstadt-Nord, Köln, Deutschland
Das Römisch-Germanische Museum ist ein archäologisches Haus in der Kölner Altstadt, das Funde aus der Zeit vor den Römern bis zum frühen Mittelalter zeigt. Es bewahrt Objekte aus Ausgrabungen im Rheinland auf, darunter Keramik, Schmuck, Waffen und Mosaike, die das Leben in der römischen Provinz Niedergermanien nachzeichnen.
Der Grundstock der Sammlung entstand 1807, als französische Behörden römische Grabmonumente zusammentrugen, um sie vor Zerstörung zu schützen. Das heutige Gebäude wurde 1974 fertiggestellt, nachdem Bauarbeiter 1941 beim Bau eines Luftschutzkellers eine römische Villa mit gut erhaltenem Bodenmosaik entdeckt hatten.
Die weltweit größte Sammlung römischen Glases zeigt Gefäße, Schalen und verzierte Flaschen, die vor fast zwei Jahrtausenden hergestellt wurden. Besucher können an den durchscheinenden Objekten die hohe Kunstfertigkeit römischer Handwerker ablesen, die Farben und Formen meisterhaft beherrschten.
Das Haus befindet sich derzeit im Belgischen Haus in der Cäcilienstraße, während das Stammgebäude am Roncalliplatz renoviert wird. Besucher sollten die aktuelle Adresse vor dem Besuch prüfen, da viele weiterhin zum alten Standort neben dem Dom gehen.
Eine große Glasvitrine am Boden des ursprünglichen Gebäudes lässt Besucher direkt auf das Dionysos-Mosaik aus dem Jahr 220 n. Chr. schauen, das noch am Fundort liegt. Die Anlage wurde um diese antike Villa herum errichtet, sodass das Mosaik Teil der Gebäudearchitektur selbst wurde.
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