Dom-Hotel, Palasthotel am Kölner Dom, Deutschland
Das Dom-Hotel steht am Roncalliplatz neben dem Kölner Dom. Der Bau von 1893, nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs vereinfacht, hat eine helle Steinfassade mit einer Erdgeschossreihe hoher rechteckiger Öffnungen hinter Säulen, darüber den Schriftzug „Dom Hotel“ in erhabenen Buchstaben und fünf obere Fensterreihen in Steinrahmungen unter einer geraden Dachlinie mit niedriger Attika. Seit 2019 wird bis auf Fassade und Treppenhaus abgerissen und neu gebaut; die Eröffnung als Althoff Dom-Hotel Köln ist für 2027 geplant.
Das Hotel wurde 1857 eröffnet und gehört damit zu den ältesten Luxushotels Deutschlands. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde es mehrfach renoviert, ohne seinen Standort unmittelbar neben dem Dom aufzugeben.
In den Vorgängerbauten lag eine Druckerei: Seit 1500 besaß die Buchdruckerfamilie Quentell hier die Häuser „zum Palast“ und „zum Hirtzhorn“, und Heinrich Quentells Presse erscheint in Anton Woensams Kölner Stadtansicht von 1531. 1779 entstand ein Ballsaal, in dem Winterkonzerte stattfanden, der einzige größere Saal dieser Art in Köln neben dem Gürzenich. 1814 soll der Weinwirt Lempertz hier einen großen Ball für den schwedischen Kronprinzen Karl XIV. Johann gegeben haben.
Das Hotel liegt direkt an der Domplatte im Stadtzentrum und ist sowohl zu Fuß als auch mit der Bahn gut erreichbar. Der Hauptbahnhof befindet sich wenige Schritte entfernt, was die An- und Abreise sehr unkompliziert macht.
Auf dem Gelände stand einst der Kamphof, benannt nach den 1169 erstmals erwähnten gerichtlichen Zweikämpfen auf dem Domhof; im Schreinsbuch von 1356 ist er verzeichnet. 1466 wurden die Zweikämpfe durch die sogenannte „peinliche Frage“, eine Art Folter, ersetzt. Kamphof und das Nachbarhaus „zum Palast“ wurden vor 1779 niedergelegt.
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