Richter-Fenster, Glasfenster im Kölner Dom, Deutschland
Dieses Werk ist ein Kirchenfenster im südlichen Querhaus des Kölner Doms in Altstadt-Nord, Deutschland. Die Verglasung besteht aus über elftausend einzelnen Quadraten aus Walzglas, die in zweiundsiebzig Farbtönen angeordnet sind und gemeinsam eine Fläche von etwa 106 Quadratmetern ausfüllen.
Die heutige Verglasung wurde 2007 eingesetzt, nachdem die Ornamentfenster von 1948 entfernt worden waren. Diese Nachkriegsfenster hatten zuvor die ursprünglichen Scheiben aus dem Jahr 1863 ersetzt, die im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe zerstört worden waren.
Der Name bezieht sich auf seine Position im südlichen Querhaus, wo das Tageslicht durch die farbigen Quadrate strömt und auf den Steinboden darunter geometrische Muster wirft. Besucher setzen sich oft auf die nahen Bänke und beobachten, wie sich die Lichtflecken mit der Bewegung der Sonne verschieben und die mittelalterliche Architektur ringsum mit wechselnden Farben bemalen.
Das Fenster wirkt am Vormittag besonders lebendig, wenn direktes Sonnenlicht die Quadrate durchflutet und kräftige Farbflecken auf den Boden wirft. An bewölkten Tagen werden die Farben gedämpfter, sodass die geometrische Anordnung der einzelnen Glasstücke deutlicher hervortritt.
Die Anordnung der farbigen Quadrate folgt einem Zufallsmuster, das ein Computerprogramm erzeugt hat, während jedes einzelne Stück mit jahrhundertealten Glasherstellungsverfahren gefertigt wurde. Diese Verbindung von digitaler Planung und handwerklicher Ausführung macht jeden Quadrat zu einem traditionell gefertigten Element innerhalb einer modernen Komposition.
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