Börneplatzsynagoge, Synagoge im Stil der Renaissance am Börneplatz, Frankfurt, Deutschland
Die Börneplatzsynagoge war ein Gotteshaus mit Renaissancearchitektur aus rotem Mainsandstein, das von 1881 bis 1882 erbaut wurde. Das Gebäude verfugte über einen großen Saal mit Plätzen für Gläubige im Erdgeschoss und einer Galerie mit Sitzplätzen in der oberen Ebene.
Das Gotteshaus wurde 1881 bis 1882 unter der Leitung des Architekten Siegfried Kusnitzky errichtet und diente als Zentrum der Orthodoxen jüdischen Gemeinde. Eine bedeutende Erweiterung fand 1901 statt, wodurch das Gebäude mehr Platz für Gläubige bot.
Der Platz trägt den Namen von Ludwig Börne, einem in Frankfurt geborenen jüdischen Schriftsteller und Befürworter der Demokratie, der das deutsch-jüdische Geistesleben des frühen 19. Jahrhunderts prägte. Sein Name erinnert an die kulturelle Bedeutung, die diese Gegend für die jüdische Gemeinschaft der Stadt hatte.
Der Ort kann heute über Markierungen am Boden und eine Gedenktafel erkannt werden, die während archäologischer Ausgrabungen von 1987 bis 1990 dokumentiert wurden. Ein Besuch ermöglicht es Ihnen, diese Überreste am neuen Börneplatz zu sehen und mehr über die Geschichte des Ortes zu erfahren.
Das ursprungliche Gebäude wurde 1938 zerstort und ist heute nicht mehr vorhanden, aber sein Standort wird durch archäologische Funde und Denkmäler lebendig gehalten. Die Erinnerung an den Ort ermöglicht es Besuchern, sich ein Bild von der bedeutenden jüdischen Geschichte Frankfurts zu machen.
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