Fakultät Kunst und Gestaltung - Van-De-Velde-Bau, Kunstfakultätsgebäude in Weimar, Deutschland
Der Van-de-Velde-Bau ist ein Universitätsgebäude in Weimar, das als Lehrgebäude für die Fakultät Kunst und Gestaltung dient und eine markante spiralförmige Treppe im Zentrum aufweist. Das Gebäude beherbergt Unterrichtsräume, Werkstätten, Ateliers und Verwaltungsbüros, die täglich von Studierenden und Lehrenden genutzt werden.
Der Architekt Henry van de Velde entwarf und errichtete diesen Bau zwischen 1905 und 1906 als L-förmiges Lehrgebäude für die Großherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule. Die Struktur entstand während einer Zeit großer kunstpädagogischer Reformen und sollte moderne Arbeitsweisen für den Kunstunterricht ermöglichen.
Die Innenwände zeigen rekonstruierte Wandmalereien von Oskar Schlemmer aus dem Jahr 1923, die die Beziehung zwischen menschlichen Figuren und Architekturraum erforschen. Besucher können diese künstlerischen Arbeiten in den Fluren und Unterrichtsräumen des Gebäudes sehen.
Das Gebäude ist während der akademischen Öffnungszeiten öffentlich zugänglich und zeigt regelmäßig Ausstellungen von studentischen Arbeiten, Abschlussarbeiten und künstlerischen Projekten. Besucher sollten damit rechnen, dass sich die Ausstellungen je nach akademischem Kalender und Veranstaltungen ändern.
Nach der Ernennung von Paul Schultze-Naumburg zum Direktor 1930 wurden die ursprünglichen, von Schlemmer gestalteten Wandmalereien durch traditionelle deutsche Volksmotive ersetzt. Erst in späteren Jahrzehnten wurden diese Originalwerke teilweise rekonstruiert, um das künstlerische Erbe des Bauhauses wieder sichtbar zu machen.
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