Prellerhaus, Kulturdenkmal in Weimar, Deutschland.
Das Prellerhaus ist ein markantes Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert mit mehreren Ateliers, die über verschiedene Geschosse verteilt sind, und einem charakteristischen Turm. Die Räume waren so angeordnet, dass Künstler und Handwerker nebeneinander arbeiten konnten, während Unterrichtsräume die gleichen Flächen nutzten.
Der Maler Louis Preller ließ das Haus zwischen 1870 und 1871 erbauen, um der Kunstschule des Großherzogs zusätzliche Atelierräume zu bieten. Später wurde es ein Zentrum für moderne Designlehre, bevor es nach aufwendigen Arbeiten ab 2008 zu Universitätsräumen umgebaut wurde.
Der Ort war lange Zeit das Zentrum für die Vermittlung moderner Gestaltungsprinzipien, wo Handwerk und Kunstunterricht gemeinsam stattfanden. Heute zeigt das Gebäude durch seine Nutzung, wie eng Lehre und kreatives Arbeiten miteinander verflochten waren.
Das Gebäude befindet sich an der Geschwister-Scholl-Straße im Zentrum von Weimar und wird heute von der Fakultät für Architektur und Städtebau genutzt. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen aktiven Universitätsbetrieb handelt und nicht alle Bereiche frei zugänglich sind.
Während der Bauhaus-Zeit konnten Schüler im Gebäude übernachten, was ein innovatives Wohnmodell schuf, das Lehre und alltägliches Leben miteinander verband. Dieses Konzept wurde später von Walter Gropius in Dessau übernommen und prägte die Bauhaus-Pädagogik nachhaltig.
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