Central Marshes, Feuchtgebiets-Ökosystem im südlichen Irak
Die Zentralsümpfe sind ein Feuchtgebiet im südlichen Irak, das aus miteinander verbundenen Wasserflächen, Röhrichtbeständen und reicher aquatischer Flora besteht. Das Gebiet erstreckt sich über große Flächen innerhalb des Tigris-Euphrat-Systems und beherbergt zahlreiche Seen und Kanäle.
Das Gebiet war lange Zeit eine bewohnte und produktive Landschaft, bis es in den 1990er Jahren durch Dammprojekte gezielt trockengelegt wurde. Die Wiederherstellung begann nach 2003 mit internationaler Hilfe zur Rückflutung und zum Schutz dieses historischen Ökosystems.
Die Schilfhütten hier werden aus lokalen Materialien nach jahrtausendealten Methoden gebaut und prägen das Bild der Wasserlandschaft. Die Menschen nutzen Boote täglich für Transport und Fischfang, was ein traditionelles Leben am Wasser widerspiegelt.
Der Besuch erfordert eine Genehmigung und einen erfahrenen Ortskundigen, der die Navigation durch die Wasserlabyrinth kennt. Boote sind das einzige Fortbewegungsmittel, um die abgelegenen Gebiete zu erreichen und Wildtiere zu beobachten.
Das Feuchtgebiet fungiert natürlicherweise als Filteranlage und entfernt Verunreinigungen aus dem Flusswasser bevor dieses weiterfließt. Diese ökologische Funktion macht das Gebiet auch wirtschaftlich wertvoll für die regionale Wasserwirtschaft.
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