Tren Crucero, Touristenzug zwischen Quito und Guayaquil, Ecuador
Der Tren Crucero ist ein Touristenzug, der Quito in den Anden mit Guayaquil an der Pazifikküste verbindet und dabei 440 Kilometer durch verschiedenste Landschaften fährt. Die Strecke führt durch Bergpässe, vorbei an Vulkanen und über Hochebenen, bevor sie sich hinab zu tropischen Tiefländern schlängelt.
Die Eisenbahnstrecke wurde 1873 unter Präsident Gabriel García Moreno erbaut und diente zunächst dem Güter- und Personenverkehr zwischen den Regionen. 2008 wurde sie unter Präsident Rafael Correa in ein Touristenprojekt umgewandelt, das Reisenden die Möglichkeit bietet, die Geschichte Ecuadors aus dem Zugfenster zu erleben.
Jeder Wagen im Inneren zeigt verschiedene Baustile aus Ecuadors Geschichte, von spanischem Barock bis zu Küstenstilen, mit regionalen Kunstwerken an den Wänden und Möbeln aus verschiedenen Epochen.
Die Reise dauert vier Tage und beinhaltet Übernachtungen in traditionellen Landgütern, lokale Mahlzeiten und geführte Ausflüge mit zweisprachigem Personal. Der Zug nimmt maximal 54 Fahrgäste auf, was ein intimeres Erlebnis ermöglicht.
Der Streckenabschnitt "Nariz del Diablo" ist ein technisches Wunderwerk, bei dem der Zug durch eine Serie von Kehrkehren steile Berghänge hinunterfährt. Dieser Abschnitt wurde speziell gestaltet, um die starken Höhenunterschiede zu bewältigen, die auf der Strecke unvermeidlich sind.
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