Moldau, Fluss in Südböhmen, Tschechische Republik
Die Moldau ist ein Fluss, der sich über 430 Kilometer von den Quellen im Böhmerwald durch Prag bis zur Mündung in die Elbe bei Mělník erstreckt. Sie durchquert das südböhmische Hügelland und das zentrale Becken der Hauptstadt, vorbei an Burgen, Dörfern und mehreren Stauseen.
Der Name des Flusses entwickelte sich aus dem germanischen Wilth-ahwa, was wildes Wasser bedeutet, und erschien erstmals 872 als Fuldaha in historischen Aufzeichnungen. Ab 1930 entstanden entlang des Flusslaufs neun Wasserkraftwerke, die seine Nutzung veränderten.
Der tschechische Komponist Bedřich Smetana schuf ein sinfonisches Gedicht, das den Lauf des Flusses durch Böhmen darstellt und den Namen Vltava trägt. Dieses Werk gehört zu seinem Zyklus Mein Vaterland und folgt dem Wasser von seinen Quellen bis nach Prag.
Schiffe mit bis zu 1.000 Tonnen können zwischen Mělník und Prag fahren, während kleinere Boote flussaufwärts bis České Budějovice gelangen. Die Fließgeschwindigkeit und Tiefe variieren stark je nach Strecke und Jahreszeit, daher ist es wichtig, die aktuellen Bedingungen vor einer Bootsfahrt zu prüfen.
Die Stauseen Lipno und Orlík gehören zu den neun Wasserkraftwerken, die seit 1930 den Fluss regulieren und wesentliche Energie für die Region erzeugen. Diese Anlagen veränderten das Landschaftsbild und schufen große Gewässer, die heute für Freizeit und Erholung genutzt werden.
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