Tell Schemschara, Archäologischer Tell nahe dem Dukan-See, Irak
Tell Shemshara ist ein archäologischer Ort in der Nähe des Zab-Flusses im Norden des Irak, der sich aus einem zentralen Hügel und einer flacheren Zone darunter zusammensetzt. Der Fundort enthält Schichten aus verschiedenen Zeiten, die vom fünften bis ins zweite Jahrtausend vor Christus reichen.
Dänische Archäologen begannen in den 1950er Jahren mit Ausgrabungen und entdeckten hunderte Tontafeln mit Verwaltungstexten. Diese Funde geben Einblick in die frühen Systeme der schriftlichen Aufzeichnung und des Austauschs in der Region.
Die Siedlung war während der Mittleren Bronzezeit als Hauptstadt des Staates mat Utem bekannt und zeigt, wie Verwaltung in der Region funktionierte. Besucher können heute sehen, wie die Bevölkerung in mehreren Schichten über Jahrtausende hinweg an diesem Ort lebte.
Der Ort liegt in einer bergigen Region und kann am besten zu Fuß erkundet werden, da man die verschiedenen Höhenstufen des Hügels verstehen will. Bequeme Schuhe und ausreichend Wasser sind wichtig, da die Sonne stark scheint und es wenig Schatten gibt.
Der Ort wurde lange Zeit durch den Stausee des Staudamms überflutet, was die Artefakte wie Steinwerkzeuge, Keramik und Waffen vor Verwitterung bewahrt hat. Diese ungewöhnliche Konservierung durch Wasser macht die Funde besonders wertvoll für das Verständnis alter Handwerkstechniken.
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