Yarim Tepe, Neolithische Siedlung im Sinjar-Tal, Irak
Yarim Tepe ist eine archaologische Staette aus der Neolith-Zeit mit drei deutlich erkennbaren Huegeln im Sinjar-Tal. Die Ausgrabungen zeigen mehrere Schichten von Lehmziegelbauweise und Siedlungsreste aus verschiedenen fruehen Epochen der Landwirtschaftsgesellschaften.
Sowjetische Archaologen gruben zwischen 1969 und 1976 aus und entdeckten Spuren von Siedlungen aus den Kulturperioden Hassuna, Halaf und Ubaid ab etwa 6000 v.Chr. Diese Forschung offenbarte die Entwicklung fruehster Gesellschaften in Mesopotamien.
Die Grabungsfunde zeigen Keramikgefäße mit Tiermotiven, Werkzeuge aus Stein und weibliche Figuren, die viel über das alltägliche Leben dieser frühen Gemeinschaften erzählen. Diese Objekte geben Einblick in die Vorstellungen und Handwerkstechniken der Menschen, die hier vor Jahrtausenden lebten.
Der Ort liegt etwa 7 Kilometer suedwestlich von Tal Afar auf einer Hoehe von etwa 350 Metern. Besucher sollten festes Schuhwerk und Schutz vor Sonne mitbringen, da das Gelaende offen und exponiert ist.
Ausgrabungen brachten den aeltesten bekannten Brennofen Mesopotamiens zutage, der zeigt, wie Menschen die Keramikproduktion entwickelten. Zusaetzlich fanden sich fruehe Anzeichen von Metallverarbeitung wie Kupferperlen und ein Armband aus Blei.
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