Sambesi, Hauptwasserlauf im südlichen Zentralafrika
Der Sambesi erstreckt sich über eine Länge von 2.574 Kilometern durch sechs Länder und schafft dabei unterschiedliche Lebensräume von Sumpfgebieten bis zu ausgedehnten Überschwemmungsebenen, bevor er in den Indischen Ozean mündet. Sein Flussbett durchquert Hochplateaus, tiefe Schluchten und weite Täler, wobei sich die Landschaft entlang des Verlaufs mehrfach ändert.
Die europäische Erkundung begann 1498, als der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama die Mündung entdeckte und sie Rio dos Bons Sinais nannte. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts kartografierten europäische Reisende den Oberlauf und dokumentierten den gesamten Verlauf des Flusses.
Die Tonga-Bevölkerung nennt diesen Fluss den Großen Fluss und nutzt ihn für den Fischfang sowie für landwirtschaftliche Zwecke entlang der Ufer. Traditionelle Zeremonien finden an bestimmten Abschnitten statt, wo die Gemeinschaften seit Generationen ihre Verbindung zum Wasser pflegen.
Zwei große Wasserkraftanlagen, der Kariba-Damm und der Cahora-Bassa-Damm, erzeugen Strom für mehrere Länder wie Sambia, Simbabwe, Mosambik und Südafrika. Die Stauseen hinter beiden Dämmen verändern den Wasserstand und die Strömung entlang großer Flussabschnitte.
Das Flusssystem beherbergt die größte erfasste Population von Flusspferden in Afrika und bietet mehr als 200 Fischarten Lebensraum. Einige Abschnitte zeigen markante saisonale Farbwechsel des Wassers, die durch verschiedene Sedimente und Algenarten verursacht werden.
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