San Rafael Glacier, Gezeitengletscher im Nördlichen Patagonischen Eisfeld, Chile
Der San Rafael Gletscher ist ein Gezeitengletscher im Nördlichen Patagonischen Eisfeld und mündet in einen salzwassergefüllten See mit treibenden Eisbergen. Er fällt über eine Distanz von etwa 20 Kilometern ab und bildet eine der beeindruckendsten Eisskulpturen in der Region.
Der Gletscher wurde seit dem 19. Jahrhundert von Wissenschaftlern dokumentiert und ist der nördlichste Gezeitengletscher der Südhalbkugel. Seine Position und Ausdehnung haben sich über die Jahrzehnte deutlich verändert.
Fischer der Region haben traditionelle Methoden entwickelt, um die Bewegungen des Gletschers vorherzusagen und sicher zu navigieren.
Das Gebiet ist am besten mit Bootstouren von Puerto Chacabuco oder Puerto Rio Tranquilo erreichbar, wobei die Fahrtzeiten zwischen 4 und 8 Stunden liegen. Die beste Zeit für den Besuch ist zwischen Oktober und April, wenn Wasser- und Wetterbedingungen stabiler sind.
Täglich lösen sich massive Eisblöcke vom Gletscher ab und fallen in den See, wodurch Wellen entstehen, die mehrere Meter vom Brechungspunkt ausfahren. Dieses Phänomen ist ein besonderes Merkmal des Ortes und kann bei ruhigen Bedingungen besonders gut beobachtet werden.
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