Carancas, in Peru eingeschlagener Meteorit
Das Carancas-Einschlagereignis ist ein astronomisches Phänomen, das sich am 15. September 2007 in einem kleinen Dorf in den peruanischen Anden ereignete. Ein Meteorit mit einer Größe von etwa 7 bis 12 Tonnen traf mit großer Gewalt ein und erzeugte einen Krater, der etwa 13 Meter breit und 4 Meter tief war.
Der Meteorit stammte aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und reiste mit über 43.000 Kilometer pro Stunde zur Erde. Das Ereignis war eine der größten Meteoriten-Ankünfte in der neueren Zeit und bot Wissenschaftlern seltene Erkenntnisse über intakte Chondrite, die normalerweise in der Atmosphäre verglühen.
Die Aymara-Bevölkerung in der Region hat traditionelle Überzeugungen über Sterne und Geister, die sich in ihrer Reaktion auf das Ereignis zeigten. Nach dem Einschlag führten Dorfälteste und Schamanen Rituale durch, um die Geister zu besänftigen und das Gleichgewicht mit den Göttern wiederherzustellen.
Der Kraterstandort befindet sich in einer abgelegenen Hochlandregion auf über 3.800 Metern Höhe, wo das Wasser im Krater mit Arsen kontaminiert wurde. Besucher sollten die örtlichen Wasserquellen meiden und vorsichtig sein, da das Gelände stark und exponiert ist.
Die Einschlagstelle wurde kurzzeitig mit kochendem Wasser gefüllt, das durch die Hitze des Aufpralls aktiviert wurde und Arsendämpfe aus dem unterirdischen Boden freisetzte. Dies war ungewöhnlich, da Chondrite normalerweise in der Atmosphäre verdampfen, bevor sie die Oberfläche erreichen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.