Marcahuasi, Granitplateau im Departamento Lima, Peru.
Marcahuasi ist ein Hochplateau in den peruanischen Anden, das sich auf etwa 4.000 Metern Höhe ausbreitet und mehrere hundert Hektar umfasst. Die Landschaft wird von großen Granitfelsblöcken geprägt, die durch Erosion in ungewöhnliche Formen entstanden sind, und auf der Fläche liegen verstreut kleine Strukturen aus vorkolumbianischer Zeit.
Das Plateau wurde in den 1920er Jahren zum Forschungsziel des Archäologen Julio Tello, der dort frühe menschliche Besiedlung dokumentierte. In den folgenden Jahrzehnten führte ein anderer Forscher umfangreiche Studien durch, die die rätselhaften Steinfiguren näher untersuchten.
Das Plateau war über Jahrhunderte ein Ort der spirituellen Bedeutung für die Andenbewohner, die die Granitformationen in ihre Weltsicht integrierten. Heute können Besucher noch überall Spuren dieser Verbindung zum Land erkennen.
Die Anreise erfolgt zu Fuß vom Dorf San Pedro de Casta aus, wobei die Route etwa sieben Kilometer bergauf führt und mehrere Stunden dauert. Besucher sollten gutes Schuhwerk, ausreichend Wasser und wetterfeste Kleidung mitbringen, da das Wetter in dieser Höhe schnell umschlagen kann.
Einige der Granitformationen tragen Namen wie die Afrikanische Königin, was Debatten darüber auslöst, ob Erosion allein diese Formen erschaffen konnte. Diese rätselhaften Umrisse laden Besucher ein, selbst zu entscheiden, was sie in den Steinen sehen.
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