Kanton Saraguro, Verwaltungskanton in der Provinz Loja, Ecuador
Saraguro Canton ist ein Verwaltungsbezirk in der Provinz Loja im Süden Ecuadors, der aus elf Pfarrgemeinden besteht und von Bergland geprägt wird. Die Höhenlagen variieren stark, was das Erscheinungsbild der Landschaft und die Lebensweise der Bevölkerung maßgeblich beeinflusst.
Im 15. Jahrhundert ließ der Inka-Herrscher Tupak-Yupanki Hochlandbewohner aus anderen Regionen ansiedeln, um die einheimische Bevölkerung der Paltas zu ersetzen. Diese Umsiedlungspolitik prägte die Zusammensetzung der Gemeinschaft dauerhaft und hinterließ Spuren, die bis heute sichtbar sind.
Die Einwohner hier sprechen Kichwa und Spanisch und tragen traditionelle schwarze und weiße Kleidung, die einen wichtigen Teil ihrer Identität darstellt. Diese Kleidung und die Sprache sind im Alltag sichtbar und verbinden die Menschen mit ihren Wurzeln.
Das Gebiet erstreckt sich über sehr unterschiedliche Höhenlagen, daher empfiehlt es sich, Kleidung für wechselnde Temperaturen einzupacken. Wer die verschiedenen Gemeinden erkunden möchte, sollte ausreichend Zeit einplanen, da die Wege zwischen ihnen oft lang und kurvig sind.
Die Saraguro-Gemeinschaft, die in diesem Kanton verwurzelt ist, gilt als eine der am besten erhaltenen indigenen Gemeinschaften Ecuadors, deren Vorfahren vom Titicacasee stammen sollen. Viele Mitglieder der Gemeinschaft haben Bildungsabschlüsse und sind in Berufen tätig, die weit über die Region hinaus anerkannt sind.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.