Provinz Morona Santiago, Provinz im östlichen Ecuador.
Morona Santiago erstreckt sich vom Andenkamm bis in das Amazonastiefland und umfasst Regenwälder, Flusstäler und Hochlandterrassen auf verschiedenen Höhenstufen. Die Landschaft wechselt von nebligen Bergwäldern zu dichten grünen Ebenen, durchzogen von zahllosen Wasserläufen und sanften Hügeln.
Das Gebiet bildete sich aus älteren Verwaltungseinheiten heraus und erhielt im November 1953 seinen heutigen Status als eigenständige Provinz. Ihre Entstehung folgte auf eine längere Phase politischer Neuordnungen im östlichen Ecuador während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die drei indigenen Völker geben der Region ihr Gesicht, sprechen ihre eigenen Sprachen und pflegen Traditionen, die man in kleinen Gemeinden entlang der Flüsse sehen kann. Ihre Häuser, Märkte und Feste zeigen Lebensformen, die sich über Jahrhunderte an den Regenwald und die Berghänge angepasst haben.
Die zwölf Kantone der Provinz liegen teils weit auseinander und verbinden entlegene Ortschaften mit dem Verwaltungszentrum Macas durch Straßen unterschiedlicher Qualität. Reisen in das Gebiet erfordern Zeit und Geduld, da Entfernungen und Wetterbedingungen den Ablauf beeinflussen können.
Das Höhlensystem Cueva de los Tayos durchzieht Teile der Provinz und enthält in seinen unterirdischen Gängen sowohl geologische Formationen als auch archäologische Funde. Einige dieser Höhlen wurden in den 1970er Jahren durch eine Expedition bekannt, die dort nach alten Objekten suchte.
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