Papallacta, Thermalsiedlung im Kanton Quijos, Ecuador
Papallacta ist eine Siedlung in der östlichen Andenregion auf einer Höhe von etwa 3.500 Metern, umgeben von Páramo-Landschaften und über 80 natürlichen Seen. Das Gelände ist geprägt von alpinen Wiesen, kalten Bergwinden und klaren Gewässern, die das raue Hochlandklima widerspiegeln.
Vor der spanischen Kolonisierung lebten indigene Gemeinschaften in dieser Region und nutzten die heißen Quellen für traditionelle Heilungspraktiken und zeremonielle Zwecke. Diese frühen Besiedlungen legten den Grundstein für die heutige Ansiedlung.
Der Name des Ortes stammt aus der Quichua-Sprache und bedeutet Kartoffeldorf, was das landwirtschaftliche Erbe dieser Berggemeinschaft widerspiegelt. Besucher können heute noch sehen, wie traditionelle Anbaumethoden in den steilen Andenhängen gepflegt werden.
Die Thermalgewässer reichen von etwa 35 bis 64 Grad Celsius und sind ganzjährig zugänglich, wobei mehrere Einrichtungen Zugang zu diesen natürlichen Quellen bieten. Die hohe Lage bedeutet kühle Luft und schnell wechselndes Wetter, daher sollten Besucher wärmere Kleidung mitbringen.
Das Gebiet ist in neun verschiedene Siedlungen unterteilt und bewahrt etwa 80 Prozent seines Landes als Páramo-Ökosystem innerhalb von zwei geschützten Naturreservaten. Diese ökologische Integrität macht es zu einem seltenen Beispiel für ein Hochlandgebiet mit minimaler Zersiedelung.
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