Cerro Escorial, Stratovulkan im Departamento Los Andes, Chile
Der Cerro Escorial ist ein Schichtvulkan an der Grenze zwischen Argentinien und Chile und das jüngste Mitglied der Vulkangruppe Corrida de Cori. Ein gut erhaltener Krater von etwa 1 Kilometer Durchmesser bildet seinen Gipfel. Auf der chilenischen Seite reichen Lavaströme 3–4 Kilometer vom Krater, auf der argentinischen Seite kleinere holozäne Ströme.
Der Cerro Escorial ist das jüngste Mitglied der Vulkangruppe Corrida de Cori. Andesitische Laven wurden im Miozän und Pliozän gefördert, und eine plinianische Eruption vor 460.000±10.000 Jahren erzeugte den dazitischen Escorial-Ignimbrit mit etwa 0,6 Kubikkilometern Volumen. Es folgten Lavaeruptionen, die einen holozänen Schlackenkegel bildeten, und ein Lavastrom auf der chilenischen Seite ist durch Argon-Argon-Datierung auf 342.000 Jahre datiert.
Das Schwefelbergwerk 4 km südwestlich des Gipfels, das bis etwa 1983 betrieben wurde, ist die wichtigste Spur menschlicher Tätigkeit; Krater und Lavaströme liegen in unbewohnter Puna ohne Infrastruktur. Ein erneuter Ausbruch hätte daher kaum Auswirkungen auf Menschen.
Besucher sollten nur bei stabilen Wetterbedingungen aufsteigen, da sich dieser Ort auf großer Höhe in einem alpinen Umfeld befindet. Warme Kleidung und gute Ausrüstung sind notwendig, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten.
Der Escorial-Ignimbrit, auch Corrida-de-Cori- oder Caletones-Cori-Ignimbrit genannt, enthält Quarzgänge und Gesteinsbrocken des Untergrunds – Hinweise auf eine Wechselwirkung des Magmas mit einem verborgenen hydrothermalen System. Sein Ausbruch vor 460.000 Jahren hinterließ eine radiale Struktur aus getrennten Strömen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.856 Mitwirkenden weltweit.