Llullaillaco, Schichtvulkan an der Grenze Chile-Argentinien
Llullaillaco ist ein Stratovulkan im Grenzgebiet zwischen Chile und Argentinien, der sich auf 6739 Meter (22109 Fuß) in den Anden erhebt. Die Bergflanken zeigen deutliche Schichten aus erstarrter Lava und vulkanischer Asche, während der Gipfelbereich von Eis und Schneefeldern bedeckt ist.
Der Vulkan entstand vor rund 1,5 Millionen Jahren durch wiederholte Ausbrüche und blieb bis heute sporadisch aktiv. Vor etwa 150000 Jahren stürzte ein Teil der Südostflanke ein und hinterließ eine ausgedehnte Schuttlawine im Vorland.
Der Name stammt aus der Aymara-Sprache und bedeutet trügerisches Wasser, was auf die seltenen Eisfelder in dieser trockenen Hochgebirgswelt hinweist. Inka-Priester führten hier einst religiöse Zeremonien durch, deren Spuren man noch am Gipfel sehen kann.
Mehrere Routen führen vom chilenischen und argentinischen Vorland hinauf zum Gipfel und folgen teilweise alten Inka-Pfaden. Die meisten Besteigungen beginnen in der Trockenzeit zwischen November und März, wenn Schnee und Eis am wenigsten Schwierigkeiten bereiten.
Im Jahr 1999 fanden Archäologen drei mumifizierte Kinder aus der Inka-Zeit am Gipfel, die durch Kälte und Trockenheit außergewöhnlich gut erhalten blieben. Diese Entdeckung machte den Berg zur höchstgelegenen archäologischen Fundstätte der Erde.
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