Cordón del Azufre, Vulkankomplex in den Zentralanden, Chile
Der Cordón del Azufre ist ein inaktiver Vulkan komplex an der Grenze zwischen Argentinien und Chile, bestehend aus vier in Nord-Süd-Richtung auf einem 5 km langen Grat angeordneten Kratern. Lavaströme bedecken 60 km², darunter ein 25 km² großes Feld im Osten. Der jüngste Teil, La Moyra, entsandte einen 6 km langen Strom nach Westen und einen 3 km langen nach Osten.
Der Vulkan entstand durch tektonische Prozesse, bei denen die Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte subduziert wurde. Diese Plattenkonvergenz schuf über lange Zeiträume die vulkanische Aktivität, die das heutige Bergmassiv formte.
Das Gebiet ist unbewohnt und abgelegen, es gibt daher keine lokalen Gemeinschaften oder landwirtschaftlichen Traditionen. Der Name bezieht sich auf die Schwefelvorkommen des Vulkans, die auch die Schwefelquelle des Salar de Gorbea sind. Der Vulkan wird manchmal mit dem benachbarten Lastarria verwechselt.
Es führen keine Straßen oder markierten Wege zum Vulkan, und das Gebiet ist unbewohnt und abgelegen; der Zugang erfordert eine im Voraus organisierte Expedition. Das Klima ist arid und windig mit großen Temperaturschwankungen, und im Gelände fehlen durchgehende Abflüsse weitgehend. Wegen der Lage an der Grenze zwischen Argentinien und Chile sind die Einreiseformalitäten auf der jeweiligen Anfahrtsseite zu prüfen.
Seit 1996–1998 hebt sich eine Ellipse von 2.000 km² zwischen Lastarria und Cordón del Azufre; das Gebiet heißt Lazufre nach beiden Vulkanen. Deformationsdaten legen nahe, dass die Hebung mindestens 400.000 Jahre andauert, womit es zu den größten derartigen Systemen der Erde zählt, vergleichbar mit Long Valley und Yellowstone.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.863 Mitwirkenden weltweit.