San Ignacio de Moxos, Bolivian city
San Ignacio de Moxos ist eine Verwaltungsstadt im östlichen bolivianischen Departamento Beni, auf einer unbefestigten Straße zwischen Trinidad und Rurrenabaque gelegen. Das Stadtzentrum wird von einer Kirche im Barockstil dominiert, die mit detaillierten Schnitzereien verziert und nach dem Vorbild historischer Missionsarchitektur restauriert wurde.
Die Stadt wurde 1689 von den Jesuiten Antonio Orellana und Juan de Espejo als erste Missionsstation westlich des Mamoré-Flusses gegründet, zusammen mit indigenen Gruppen wie den Cañacures und Punuanas. Die religiöse Architektur und die musikalischen Traditionen der Stadt gehen auf diese Gründungszeit zurück und prägen sie bis heute.
San Ignacio de Moxos ist nach seinem Schutzpatron Ignatius von Loyola benannt und feiert sein Fest am 31. Juli mit Musik, Tanz und farbenprächtigen Kostümen. Eine örtliche Musikschule und ein Chor pflegen die Gesangstraditionen, die aus der Missionszeit stammen und bis heute im Stadtleben präsent sind.
Der Ort ist am besten mit einem Fahrzeug erreichbar, da die Straßen unbefestigt und je nach Jahreszeit sehr anspruchsvoll sein können. Ein Besuch rund um das Fest am 31. Juli lohnt sich besonders, da dann das öffentliche Leben am lebhaftesten ist.
Während der Julifeier treten zwölf kostümierte Krieger auf, die die Sonne darstellen, und Feuerwerk wird von ihren Hüten abgefeuert, ein Symbol für Wissen und Einklang mit der Natur. Dieses Ritual verbindet indigene Vorstellungen mit christlichem Glauben auf eine Weise, die anderswo kaum zu finden ist.
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