Cerrado, UNESCO-Welterbe Savanne in Zentralbrasilien.
Der Cerrado erstreckt sich über acht brasilianische Bundesstaaten und umfasst Graslandschaften, Trockenwälder, Feuchtgebiete und Flussläufe, die große Teile Südamerikas mit Wasser versorgen. Das Gelände variiert zwischen offenen Flächen mit vereinzelten Bäumen, dichteren Waldabschnitten und sumpfigen Tieflagen, die sich je nach Jahreszeit deutlich verändern.
Bis in die sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts blieb der größte Teil dieser Landschaft in seinem natürlichen Zustand, bevor Landwirtschaftsprojekte große Flächen in Anbaugebiete verwandelten. Diese Entwicklung hat die ursprüngliche Vegetation stark zurückgedrängt und die Landschaft der Region dauerhaft verändert.
Lokale Gemeinden nutzen Heilpflanzen aus dem Cerrado in traditionellen Praktiken und in der Küche, wobei Früchte wie Pequi und Baru eine zentrale Rolle spielen. Diese Verwendung natürlicher Ressourcen prägt bis heute das Alltagsleben und die regionale Identität in den umliegenden Dörfern und Städten.
Die Trockenzeit von Mai bis September eignet sich besser zum Wandern und zur Tierbeobachtung, da Wege befahrbarer sind und Tiere sich an Wasserlöchern sammeln. Temperaturen bleiben das ganze Jahr über mild, mit warmen Tagen und kühleren Nächten während der trockeneren Monate.
Viele Bäume und Sträucher hier haben tief reichende Wurzelsysteme, die mehrere Meter in den Boden reichen und Wasser auch während langer Trockenperioden erreichen. Dieses unterirdische Netzwerk macht die Vegetation widerstandsfähiger gegen Feuer und Dürre, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.
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