Mato Grosso, Administrative Staatsabteilung in der Mittelwestregion, Brasilien
Mato Grosso ist eine Verwaltungseinheit im Inneren Brasiliens, die sich von den tropischen Wäldern im Norden bis zu den Sumpfgebieten im Süden erstreckt. Die Vegetation wechselt zwischen dichtem Urwald, offener Savanne und ausgedehnten Überschwemmungsebenen, die je nach Jahreszeit ihr Aussehen verändern.
Die Region wurde im 18. Jahrhundert während des Goldrausches erschlossen, als Siedler aus São Paulo tief ins Landesinnere vordrangen. Hauptstadt war zunächst Cuiabá, gegründet als Bergbauposten an einem Fluss inmitten des Waldes.
Der Name stammt aus der Tupi-Sprache und bedeutet »dichter Wald«, eine Bezeichnung, die heute noch auf die großen Waldgebiete im Norden hinweist. Rodeos und Rinderzucht prägen das Leben vieler Gemeinden, wo Cowboys bei Festen ihre Fähigkeiten im Umgang mit Vieh zeigen.
Reisen zwischen Städten dauern lang wegen großer Entfernungen und unbefestigter Straßen in abgelegenen Gebieten. Die Regenzeit zwischen November und März macht manche Routen schwer passierbar, vor allem im Pantanal und am Rand des Amazonas.
Mehr als die Hälfte der Sojaernte wird direkt nach China verschifft, eine Verbindung, die in vielen Häfen und Lagerhallen am Fluss Teles Pires sichtbar ist. Auf manchen Farmen erstrecken sich die Felder so weit, dass Piloten sie als Orientierungspunkte beim Fliegen nutzen.
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