Horntvedt-Gletscher, Polargletscher auf der Bouvetinsel, Norwegen
Der Horntvedt-Gletscher fließt in die Nordküste der Bouvetinsel und liegt unmittelbar östlich von Kap Circoncision in einer Höhe von 131 Metern. Die Eismasse erstreckt sich über die oberen Hänge dieses extremen Pols und bildet eine weiße Fläche gegen die dunklen Felsen der Insel.
Der Gletscher wurde erstmals 1898 von einer deutschen Expedition unter Leitung von Karl Chun dokumentiert, was einen frühen Schritt in der Erforschung und Kartierung dieser antarktischen Region darstellte. Die norwegische Expedition von 1927 trug später zu einem besseren Verständnis der Inselgeografie bei.
Der Gletscher trägt den Namen von Kapitän Harald Horntvedt, der 1927 eine norwegische Expedition anführte, welche die geografische Region vermessungsweise erkundete. Die Benennung zeigt bis heute die Verbindung der Insel zu den skandinavischen Expeditionen, die diese abgelegene Region erschlossen.
Das Gelände ist extrem abgelegen und schwierig zu erreichen, weshalb nur Forschungsreisen während der südlichen Sommermonate vor Ort arbeiten. Besucher sollten wissen, dass das Klima rauh ist und die Bedingungen schnell wechseln können.
Die Bouvetinsel liegt etwa 1.600 Kilometer vom nächsten Festland entfernt und gehört damit zu den abgelegensten Orten der Erde. Das Vorhandensein eines Gletschers auf dieser isolierten Stelle macht diese einen der unwirtlichsten Orte für Wissenschaftler.
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