Sultanat Mataram, Historisches Land in Zentral-Java, Indonesien.
Das Mataram-Sultanat war ein Königreich in Zentraljava, das zwischen 1586 und 1755 große Gebiete der Insel kontrollierte. Seine Hauptstadt wechselte mehrfach zwischen Kotagede, Karta, Pleret und Kartasura, um die Kontrolle über die ausgedehnten Territorien zu bewahren.
Das Sultanat entstand 1586 und erreichte unter Sultan Agung zwischen 1613 und 1646 seine größte Macht, als er die meisten Regionen Javas eroberte. Nach seinem Tod schwächte sich das Reich allmählich ab, bis der Vertrag von Giyanti 1755 es aufgelöst hatte.
Der Hof pflegte traditionelle javanische Künste, die islamische Prinzipien mit bestehenden Hindu-Elementen verbanden. Diese Mischung zeigt sich bis heute in Tanzaufführungen, Musikkomposition und Schattentheater.
Besucher können die historischen Orte der ehemaligen Hauptstädte in der Region erkunden, die heute als archäologische Stätten und Museen zugänglich sind. Am besten informiert man sich vorher über die genauen Standorte, da diese verstreut sind.
Der Vertrag von Giyanti 1755 teilte das Sultanat in zwei getrennte Fürstentümer auf - Surakarta und Yogyakarta - die bis heute als kulturelle und politische Zentren Javas nachwirken. Diese Aufteilung prägt das Leben und die Traditionen in der Region bis zur Gegenwart.
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