Neuguinea, Zweitgrößte Insel Melanesiens, Pazifischer Ozean.
Neuguinea erstreckt sich über rund 2.400 Kilometer durch den Pazifik und bildet die zweitgrößte Insel der Welt nach Grönland, mit einem zentralen Gebirgszug, der Gipfel bis zu 4.884 Meter Höhe erreicht. Tiefe Täler, tropische Regenwälder und ausgedehnte Sumpfgebiete bedecken den größten Teil der Landschaft, während schmale Küstenebenen entlang des Nordens und Südens verlaufen.
Ein spanischer Entdecker benannte die Insel 1545, weil ihm die Bewohner an die Küstenbevölkerung Westafrikas erinnerten. Die östliche Hälfte wurde im 20. Jahrhundert unabhängig, während die westliche Seite in den 1960er Jahren unter indonesische Kontrolle kam.
Rund 1.000 Gemeinschaften leben hier, von denen jede ihre eigene Sprache spricht, sodass Reisende selbst in benachbarten Dörfern auf völlig unterschiedliche Dialekte stoßen. Märkte und Feste zeigen diese Vielfalt durch wechselnde Trachten, Rituale und handwerkliche Traditionen, die sich von Tal zu Tal verändern.
Der östliche Teil gehört zu Papua-Neuguinea mit Port Moresby als Hauptstadt, der westliche zu Indonesien mit mehreren Provinzen und Jayapura als größter Stadt. Flugverbindungen führen zu beiden Seiten, doch Landreisen zwischen Ost und West erfordern Grenzformalitäten und lange Strecken durch schwer zugängliches Gelände.
Die Insel beherbergt etwa fünf Prozent aller bekannten Pflanzen- und Tierarten weltweit, obwohl sie nur einen winzigen Bruchteil der Erdoberfläche einnimmt. Forscher entdecken regelmäßig Tiere und Pflanzen, die nirgendwo sonst existieren und zuvor unbekannt waren.
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