Province de Barbacoas, Historische Provinz im Südwesten Kolumbiens.
Die Provinz Barbacoas war ein geschichtliches Verwaltungsgebiet im Südwesten Kolumbiens, das sich von der Pazifikküste bis zu den Anden erstreckte. Das Gebiet umfasste dichte Regenwälder, Küstenzonen und Bergregionen nahe der Grenze zu Ecuador.
Das Gebiet wurde 1857 als Provinz im Staat Cauca gegrundet und behielt Barbacoas als Hauptstadt bis zu seiner Auflosung 1904. Wahrend dieser knapp 50 Jahre war die Region ein wichtiger Teil der kolumbianischen Verwaltungsstruktur.
Die Gegend war Heimat von drei indigenen Gruppen - den Barbacoa, Telembi und Iscuande - deren Handwerker für ihre Gold-Arbeiten bekannt waren. Ihre Techniken hinterließen Spuren in den Objekten und Überlieferungen der Region.
Das historische Gebiet war in neun administrative Bezirke unterteilt, darunter Barbacoas als Hauptstadt sowie Bocagrande, Iscuandé, Magüí, Mosquera und weitere Siedlungen. Besucher, die die Region heute erkunden, sollten sich bewusst sein, dass es nur noch historische Spuren gibt.
Die Region war einer der niederschlagsreichsten Gebiete Kolumbiens und erhielt im Jahr etwa 6.860 Millimeter Regen, was das Leben dort ausergewohnlich feucht machte. Diese extreme Feuchtigkeit formte die dichten Walder und das Okosystem der gesamten Gegend.
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