Holmul, Archäologische Stätte in Petén, Guatemala.
Holmul ist ein archäologischer Komplex mit mehreren Pyramiden, Plätzen und Zeremonialbauten, die sich über ein großes Gebiet im Nordosten des Petén-Beckens erstrecken. Die Strukturen liegen verstreut in einer bewaldeten Landschaft nahe der Grenze zu Belize.
Die erste wissenschaftliche Erforschung begann 1911, als Raymond Merwin eine Expedition durchführte, die die Grundlagen für die Keramikchronologie der Maya-Archäologie schuf. Diese frühen Arbeiten ermöglichten es zukünftigen Forschern, die zeitliche Abfolge von Besiedlung und Entwicklung zu verstehen.
Die Bauten zeigen Verbindungen zwischen verschiedenen Maya-Reichen durch ihre Baustile und die Keramik, die Handelsbeziehungen zwischen entfernten Zentren widerspiegeln. Archäologen konnten anhand dieser Merkmale nachvollziehen, wie regionale Mächte miteinander kommunizierten.
Der Besuch erfordert eine Wanderung durch dichten Regenwald, und es ist ratsam, angemessene Ausrüstung wie Insektenschutz und robuste Schuhe mitzunehmen. Die Orientierung vor Ort kann schwierig sein, daher ist ein lokaler Führer sehr hilfreich.
Ein Gebäude aus dem Jahr 600 zeigt eine bemerkenswert gut erhaltene Stuckfries mit der Darstellung eines Herrschers. Die Inschrift dokumentiert einen Auftrag des Königs Ajwosaj aus Naranjo, was die Verbindungen zwischen entfernten Maya-Zentren unterstreicht.
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