Raposa Serra do Sol, Indigenes Territorium in Uiramutã, Brasilien.
Raposa Serra do Sol ist ein ausgedehntes indigenes Territorium in Nordroraima, das sich über unberührte Landschaften mit Bergen, Wäldern und offenem Cerrado-Grasland erstreckt. Das Gebiet grenzt an Venezuela und Guyana und beherbergt über 20 000 Menschen aus fünf verschiedenen indigenen Gruppen.
Die offizielle Landabgrenzung des Territoriums begann 1993 und wurde 2005 durch präsidentielles Dekret als indigenes Gebiet anerkannt. Diese Anerkennung folgte jahrelangen Verhandlungen und rechtlichen Verfahren, um die Rechte und den Besitz der ansässigen Gruppen zu sichern.
Die fünf ansässigen indigenen Gruppen – Macushi, Wapixana, Ingarikó, Taurepang und Patamona – sprechen unterschiedliche Sprachen und bewahren ihre eigenen Rituale sowie Handwerkstechniken. Besucher können diese unterschiedlichen kulturellen Ausdrucksformen in den Siedlungen und bei alltäglichen Aktivitäten beobachten.
Das Gebiet wird von der Fundação Nacional do Índio verwaltet und geschützt, um die Rechte der ansässigen Bevölkerung und die Umwelt zu bewahren. Besucher sollten sich bewusst sein, dass Zugang und Aktivitäten an lokale Regeln und Genehmigungen gebunden sind.
Der See Caracaranã innerhalb des Territoriums hat für die Macushi-Menschen eine tiefe spirituelle Bedeutung und ist ein Ort von besonderem Wert für ihre Verbindung zur Landschaft. Dieser See ist auch ein wichtiger Ort für die lokale Ökologie und traditionelle Ressourcennutzung.
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