Salto Kukenan, Wasserfall nahe dem Berg Roraima, Venezuela.
Die Cuquenan-Fälle, auch Kukenán-Fälle genannt, sind ein Wasserfall im Hochland der Gran Sabana, nahe dem Berg Roraima im Süden Venezuelas, wo Wasser von einer Tafelbergkante in die Tiefe stürzt. Das Wasser fällt in einem einzigen breiten Vorhang über eine senkrechte Felswand und landet weit unten in einer von massiven Sandsteinformationen umgebenen Schlucht.
Das Gestein, über das die Fälle stürzen, ist Teil des Guayana-Schilds, einer der ältesten Gesteinsformationen der Erde, die vor mehr als einer Milliarde Jahren entstanden. Die Tafelberge, die sogenannten Tepuis, bildeten sich durch jahrhundertelange Erosion, bei der das weichere Gestein rund um die harten Sandsteinblöcke allmählich verschwand.
Die Wasserfälle tragen den Namen eines indigenen Wortes aus der Sprache der Pemón, der Ureinwohner dieser Region. Die Pemón betrachten die Tafelberge und die dazugehörigen Wasserfälle als heilige Orte, die in ihrer mündlichen Überlieferung eine zentrale Rolle spielen.
Die Fälle befinden sich in einem abgelegenen Teil der Gran Sabana und sind nur mit einer organisierten Tour oder einem lokalen Führer zu erreichen, da Fremdbesuch in diesem Gebiet der Genehmigung der indigenen Gemeinden und der Parkverwaltung bedarf. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit, da die Wege in der Regenzeit schwer begehbar sein können.
Die Cuquenan-Fälle galten lange als die zweithöchsten der Welt, bevor genauere Messungen diese Einschätzung korrigierten. Die Schätzungen variieren je nach Wasserstand und Messpunkt erheblich, was auch heute noch zu unterschiedlichen Angaben in verschiedenen Quellen führt.
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