Orinoco, Südamerikanisches Flusssystem in Venezuela und Kolumbien
Der Orinoco ist ein Flusssystem in Venezuela und Kolumbien, das durch Regenwald und Savannenlandschaft verläuft, bis es im Delta in den Atlantik mündet. Sandbänke und bewaldete Inseln teilen den Strom in viele Arme, besonders im Bereich der Mündung, wo das Wasser brackig wird.
Deutsche Expeditionen befuhren den Fluss im 16. Jahrhundert auf der Suche nach El Dorado, dem legendären Goldland. Später wurde der Strom zur Handelsroute für Rohstoffe aus dem Landesinneren, und kleine Häfen entstanden am Ufer.
Die Warao leben in Pfahlbauten entlang der Deltaarme und bewegen sich täglich mit Kanus zwischen den Siedlungen. Ihre Webkunst aus Moriche-Palmfasern zeigt sich in geflochtenen Körben und Hängematten, die in kleinen Werkstätten am Wasser entstehen.
Große Schiffe fahren bis zu 270 Kilometer flussaufwärts und verbinden Hafenanlagen mit dem Atlantik. Kleinere Boote verkehren zwischen den Ufersiedlungen und transportieren Waren sowie Passagiere durch das verzweigte Flussnetz.
Der Casiquiare-Kanal verbindet das Flusssystem auf natürliche Weise mit dem Amazonasbecken und bildet die einzige natürliche Verbindung zwischen zwei großen Flusssystemen Südamerikas. Wasser fließt dort das ganze Jahr über in beide Richtungen, je nach Pegelstand der beiden Einzugsgebiete.
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