Waldviertel, Geografische Region in Niederösterreich, Österreich
Das Waldviertel ist eine Region im nordwestlichen Teil Niederösterreichs, die sich zwischen Donau und tschechischer Grenze erstreckt und von Wäldern, Wiesen und Hochmoorlandschaften geprägt wird. Die Gegend umfasst die Verwaltungsbezirke Krems, Horn, Zwettl und Gmünd und weist zahlreiche Granitformationen auf, die aus der hügeligen Landschaft hervorragen.
Die Gegend entwickelte ab dem 14. Jahrhundert eine starke Glastradition, da reichlich Sand zur Verfügung stand, wobei die Herstellung von farbigem Glas eine besondere Bedeutung gewann. Die Wälder lieferten über Jahrhunderte das Holz für die Glasöfen und prägten die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Der Name leitet sich von den ausgedehnten Wäldern ab, die das Landschaftsbild prägen und in denen jahrhundertelang Holzwirtschaft betrieben wurde. Heute pflegen die Bewohner den Anbau von Mohn, dessen blaue Blüten im Sommer ganze Felder färben, und halten an der Tradition der Karpfenzucht in den vielen Teichen fest.
Mehr als 2000 Kilometer Radwege und zahlreiche Wanderwege durchziehen die Region und verbinden die vier Hauptbezirke miteinander. Die Wege führen durch Wälder und über Felder, sodass man sich auf wechselnde Landschaften und teils hügeliges Gelände einstellen sollte.
Der südliche Teil enthält das größte zusammenhängende Waldgebiet Österreichs, das eine geschlossene grüne Fläche über mehrere Bezirke bildet. Zahlreiche Wackelsteine aus Granit liegen verstreut in der Landschaft und lassen sich durch leichten Druck in Bewegung setzen.
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