San-Bernardino-Pass, Gebirgspass in Graubünden, Schweiz.
Der San Bernardino Pass ist ein Gebirgsübergang in den Schweizer Alpen auf 2065 Metern Höhe (etwa 6775 Fuß), der das Hinterrheintal mit dem Misox verbindet. Die Straße steigt in Kehren zwischen steilen Felswänden und offenen Hängen an, mit Blick auf Bergrücken und die umliegenden Gipfel.
Die Route wurde im 15. Jahrhundert als Saumweg bekannt und gewann an Bedeutung für den Handel über die Alpen. Zwischen 1821 und 1823 ließ das Königreich Sardinien die Straße ausbauen, um den Verkehr mit moderneren Wegen zu erleichtern.
Der Name stammt von einer alten Wegkapelle und einem Hospiz, die Reisenden einst Schutz boten, als die Route noch zu Fuß oder mit Maultieren bewältigt wurde. Heute verbindet dieser Übergang die deutsch- und italienischsprachigen Täler miteinander und zeigt die sprachliche Vielfalt der Schweizer Alpen in einer einzigen Fahrt.
Die Passstraße ist meist von Mai bis November befahrbar, je nach Schneelage und Wetterverhältnissen. Der San-Bernardino-Tunnel bietet eine ganzjährige Alternative, wenn die Höhenstraße geschlossen ist.
Der höchste Punkt teilt die Wasserscheide zwischen Nordsee und Adria, sodass Regen auf der einen Seite nach Norden fließt, auf der anderen nach Süden. Dieser geografische Übergang lässt sich an den unterschiedlichen Richtungen der Bäche und Rinnsale entlang der Straße ablesen.
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