Zervreilahorn, Berggipfel in Graubünden, Schweiz
Das Zervreilahorn ist ein 2898 m hoher Gipfel in den Adula-Alpen über dem Zervreilasee, südlich von Vals in Graubünden. Vom See aus wirkt er wie eine Pyramide und wird deshalb «Bündner Matterhorn» genannt, tatsächlich ist er aber ein gezackter, von Nordost nach Südwest streichender Grat mit zwei Hauptspitzen, wobei der Nordostgipfel 2862 m erreicht. Der Südwestgipfel wird über den Südgrat (T5, II) oder eine Rampe in der Südostwand bestiegen, der Nordostgipfel über den Nordostgrat im V. Grad (UIAA).
Der Hauptgipfel wurde am 13. August 1885 von Emil Huber und A. Frick über die Nordwand ab Lampertsch Alp erstbestiegen. Der niedrigere Nordostgipfel (2862 m) folgte am 24. Juli 1895 durch Jörger mit B. Schnyder über die Südostwand. Später kamen technische Routen dazu, darunter die Fahnenroute von Hannes Tönz und Karl Furger am 15. August 1977.
Der Name Zervreila geht auf lateinisch alpis superaria, «die oberste Alp», zurück, urkundlich 1301 als alpis de Seurera und 1504 als Safraylen. Der Berg ist auf der Etikette des Valserwassers abgebildet, das aus dem Valsertal stammt. Der Weg über das Furggelti zwischen Zervreilahorn und Furggeltihorn führt zur Läntahütte.
Die beste Zeit zum Klettern ist von Frühling bis Herbst, wenn Schnee und Eis weitgehend weggeschmolzen sind. Anfänger sollten mit einem erfahrenen Guide gehen, da die Routen keine Sicherungsausrüstung haben.
Das Zervreilahorn ziert die Etikette des Valserwassers, das im Valsertal abgefüllt wird. Vom Zervreilasee aus wirkt es wie eine scharfe Pyramide, daher der Beiname «Bündner Matterhorn»; von der anderen Seite zeigt sich ein gezackter Grat mit zwei Hauptspitzen, wobei der Nordostgipfel 2862 m erreicht.
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