Heureka, Kinetische Skulptur am Zürichhorn, Schweiz
Heureka ist eine kinetische Skulptur am Zürichhorn, die aus Motoren, Zahnrädern, Eisenstangen, Stahlrädern, Metallrohren und Pfannen zusammengesetzt ist. Das Werk nutzt diese Komponenten, um ständig in Bewegung zu sein und dabei akustische Effekte zu erzeugen.
Tinguely baute die Plastik 1963–1964 für die Schweizerische Landesausstellung in Lausanne, wo sie neben dem «Weg der Schweiz» stand. Der Industrielle und Mäzen Walter Bechtler kaufte sie für die Stadt Zürich und liess sie demontiert auf seinem Fabrikareal deponieren. Nach langer Standortsuche wurde sie 1967 «provisorisch» beim Zürichhorn montiert, auch weil der Filmemacher Ernst A. Heiniger sie in Betrieb für seinen Expo-67-Film «Switzerland» dokumentieren wollte.
Das Werk verkörpert einen mechanischen Kommentar zur Industriegesellschaft, wobei seine kontinuierliche Bewegung nur Töne erzeugt, ohne einen praktischen Zweck zu erfüllen. Besucher können in diesem Zusammenspiel von Form und Funktion eine Kritik an der modernen Produktion erkennen.
Heureka steht im Park Zürichhorn am Ufer des Zürichsees und ist zu Fuss über die Seepromenade erreichbar. Die Maschine wird von fünf Elektromotoren mit 220 V angetrieben; ihre Bewegungen hängen daher von der Stromversorgung ab und nicht von festen Zeiten. Umrunde die Plastik, um die Heb-, Schwing- und Vor-und-zurück-Bewegungen der einzelnen Einheiten zu sehen.
Das Werk wurde ursprünglich als Schrott abgelehnt und stieß auf starke öffentliche Widerstände, bevor es allmählich akzeptiert wurde. Heute gilt es als bedeutender Bestandteil des städtischen Landschaftsbildes und zieht Besucher an, die seine widersprüchliche Natur schätzen.
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