Kölner Sporthalle, Veranstaltungshalle in Köln
Die Sporthalle war eine Mehrzweckhalle in Deutz, Köln, die 1958 eröffnet wurde und bis zu 8.000 Zuschauer fassen konnte. Sie besaß eine 166 Meter lange ovale Radbahn mit steilen Kurven, bewegliche Sitzbereiche und Platz für verschiedenste Veranstaltungen von Sportkämpfen bis Konzerten.
Die Sporthalle wurde 1958 auf dem Messegelände Deutz errichtet, nachdem die frühere Rheinlandhalle im Krieg beschädigt worden war und nicht wieder aufgebaut wurde. Das Gebäude diente der Stadt vier Jahrzehnte lang, bis es 1999 durch kontrollierte Sprengung abgerissen wurde.
Die Sporthalle war ein Treffpunkt für die Kölner Bevölkerung, wo sich Menschen zu Konzerten, Sportveranstaltungen und Karnevalsfeiern trafen. Der Ort repräsentierte das kulturelle Leben der Stadt und wurde in Liedern lokaler Bands wie BAP und Bläck Fööss verewigt, die seine Bedeutung für die städtische Identität würdigten.
Der Ort war über die Messegelände Deutz gut erreichbar und bot flexible Parkierungsmöglichkeiten sowie einfache Zufahrtswege. Die Halle war bei verschiedenen Wetterbedingungen zugänglich und die beweglichen Sitzbereiche ermöglichten schnelle Umgestaltungen je nach Veranstaltungstyp.
Der berühmteste Moment war ein Konzert von Wolf Biermann 1976, einem Sänger aus der DDR, dessen Auftritt politische Unruhen auslöste und schließlich zu seiner Ausweisung aus Ostdeutschland führte. Das Ereignis macht deutlich, wie kulturelle Veranstaltungen in dieser Halle auch größere politische Auswirkungen hatten.
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