Feuersteinbergwerk von Abensberg-Arnhofen, Neolithische Feuersteinmine in Abensberg, Deutschland
Das Feuersteinbergwerk von Abensberg-Arnhofen ist eine prähistorische Abbauanlage in Bayern, die sich über etwa 40 Hektar erstreckt und von über 120.000 Schächten geprägt ist. Diese Schächte reichen etwa acht Meter tief in den Boden und zeugen von der intensiven Rohstoffgewinnung durch Steinzeitbergleute.
Die Anlage entstand zwischen 5000 und 4000 vor Christus, als Steinzeitbergleute begannen, das Gebiet nach hochwertigem Feuerstein abzuteufen. Dies war eine der ältesten Bergbauaktivitäten Europas und prägte die Rohstoffversorgung des prähistorischen Kontinents für Jahrtausende.
Der Platz verdankt seinen Namen der Feuersteinen, die hier vor Tausenden von Jahren abgebaut wurden und für die Herstellung von Werkzeugen unverzichtbar waren. Die Abbautätigkeit war so intensiv, dass das Gelände heute von zahllosen Schachtöffnungen geprägt ist, die noch immer an diese prähistorische Handwerksaktivität erinnern.
Um die Abbautechniken selbst zu sehen, können Besucher das Abensberg Museum aufsuchen, wo ein Querschnitt durch einen typischen Schacht ausgestellt ist. Das Museum liegt zentral und bietet einen direkten Zugang zu den ursprünglichen Abbaumethoden ohne eine Wanderung über das weitläufige Ausgrabungsgelände unternehmen zu müssen.
Die Bergleute nutzten eine spezielle Technik namens 'Duckelbau', bei der die Schächte an der Basis absichtlich verbreitert wurden, um den Abbau zu vereinfachen. Dieses Verfahren zeigt ein großes Verständnis für Mechanik und Effizienz, das überraschend organisiert war für Menschen vor über 6000 Jahren.
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