Gedenkstätte am Nordbahnhof, Gedenkstätte am Nordbahnhof in Stuttgart, Deutschland.
Die Gedenkstätte am Nordbahnhof ist eine Erinnerungsstätte am ehemaligen Bahnhof in Stuttgart, die an die Deportationen während des Zweiten Weltkriegs erinnert. Das Denkmal bewahrt fünf ursprüngliche Eisenbahngleise und zeigt auf einer 70 Meter langen Wand die Namen von über 2500 jüdischen Bürgern und etwa 250 Sinti und Roma, die von hier aus in Konzentrationslager transportiert wurden.
Der Nordbahnhof war zwischen 1941 und 1944 ein zentraler Ort der Deportationen aus Stuttgart. Von hier aus wurden jüdische Bürger sowie Sinti und Roma in Konzentrationslager im Osten transportiert, darunter Riga, Theresienstadt und Auschwitz.
Der Name "Nordbahnhof" verweist auf die historische Lage des Bahnhofs im Norden Stuttgarts. Das Gelände vermittelt durch die erhaltenen Gleise und informativen Tafeln einen unmittelbaren Eindruck von dem Ort, an dem tausende Menschen ihre letzte Reise antraten.
Die Gedenkstätte liegt auf dem alten Güterbahngelände des inneren Nordbahnhofs zwischen Pragfriedhof und Nordbahnhofstraße, rund 2 km nördlich der Stuttgarter Innenstadt. Das offene Gelände ist jederzeit zugänglich; die überdachte Wand mit den Informationstafeln befindet sich am Kopfende der Gleise. Im November 2025 wurden drei der fünf Gleise für ein Eidechsenhabitat entfernt, wodurch sich ein Teil der Anlage verändert hat.
Im November 2025 entfernte die Deutsche Bahn drei der fünf Gleise der Gedenkstätte, um dort ein Habitat für Mauereidechsen zu schaffen; die Genehmigung erteilte das Eisenbahn-Bundesamt, die Gedenkstätte wurde bei der Planung offenbar „übersehen“. Die verbliebenen Gleise und Prellböcke sind die ursprünglichen Anlagen des Güterbahngeländes zwischen Pragfriedhof und Nordbahnhofstraße.
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