Goethes Gartenhaus, Literaturmuseum im Park an der Ilm, Weimar, Deutschland
Goethes Gartenhaus ist ein zweistöckiges weißes Gebäude am östlichen Ufer der Ilm in Weimar, das dem Dichter als Wohnstätte diente. Der Innenraum bewahrt Zimmer und Möbel aus seiner Zeit, die einen Einblick in seine Lebensverhältnisse geben.
Goethe kaufte das Gartengrundstück am östlichen Ilmhang im April 1776 für 600 Taler, die in zwei Raten aus der Schatulle Herzog Carl Augusts gezahlt wurden, während Goethe nach außen als Käufer auftrat. Das Haus stammt möglicherweise aus dem 16. Jahrhundert, als der Weinbau in Weimar noch eine große Rolle spielte. Goethe machte es bewohnbar und lebte dort bis 1782; dann zog er in das Haus am Frauenplan, kehrte aber regelmäßig zurück; sein letzter Besuch war am 20. Februar 1832.
Das Haus zeigt persönliche Gegenstände und Schriften von Goethe, die seinen Alltag hier widerspiegeln. Man sieht, wie er gelebt und gearbeitet hat, was das Verständnis für sein Leben vor Ort vertieft.
Das Haus liegt in einem Park an der Ilm und ist zu Fuß leicht erreichbar, besonders wenn man die benachbarten Wanderwege nutzt. Die Besichtigung dauert etwa eine bis zwei Stunden, je nachdem wie gründlich man die Räume erkunden möchte.
Der Nachbau des Gartenhauses, 1999 für das Kulturhauptstadtjahr Weimars angefertigt, wurde anschließend auf der Expo 2000 in Hannover gezeigt und steht seit 2002 in Bad Sulza in Thüringen als „Goethes Gartenhaus II“. Die Idee stammte vom Künstlerduo UnterbezirksDada, das 1990/91 eine Leichtbaukopie vorgeschlagen hatte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.852 Mitwirkenden weltweit.