Wasserkunst Gotha, Historische Wasseranlage in Gotha, Deutschland.
Wasserkunst ist ein Wassersystem in Gotha, das mehrere Ebenen mit Wasserfällen und Becken verbindet. Die Anlage erstreckt sich über etwa 72 Meter und verbindet das Schloss mit dem Marktplatz durch eine Reihe von künstlichen Wasserlauf-Elementen.
Das System wurde zwischen 1366 und 1369 vom Landgrafen Balthasar erbaut, um Wasser aus dem Thüringer Wald in die wachsende Stadt zu leiten. Diese frühe Wasserversorgung markierte einen wichtigen Schritt in Gothas städtischer Entwicklung.
Der Name Wasserkunst bedeutet "Wasserkünstlerwerk" und bezieht sich auf die kunstvolle Gestaltung des Systems. Heute können Besucher an den Wasserspielen die barocke Vorliebe für inszenierte Naturelemente erleben.
Die Anlage wird durch eine Pumpenstation im Keller des Lucas-Cranach-Hauses betrieben, die auch heute noch die Brunnen in der Stadt mit Wasser versorgt. Besucher können das System ganzjährig besuchen, wobei die Wasserführung je nach Jahreszeit variiert.
Die Anlage wurde im 19. Jahrhundert neu gestaltet und kombiniert funktionale Wasserwirtschaft mit dekorativen Elementen, die das Prinzip der Renaissancegärten widerspiegeln. Dieses Zusammenspiel von Nutzen und Schönheit macht sie zu einem seltenen Beispiel ihrer Art.
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