Kunstmuseum Moritzburg Halle, Kunstmuseum in mittelalterlicher Bischofsresidenz, Halle (Saale), Deutschland.
Das Moritzburg-Kunstmuseum ist ein Kunstmuseum in der spätmittelalterlichen Fürstbischöflichen Residenz von Halle an der Saale. Das Gebäude beherbergt etwa 250.000 Werke aus Malerei, Grafik und Kunsthandwerk, die sich über mehrere restaurierte Räume eines Schlosskomplexes verteilen.
Die Sammlung wurde 1885 als Kunstgewerbemuseum gegründet und zog 1904 ins Moritzburg-Schloss um, wo sie sich zu einem Zentrum für moderne Kunstsammlungen entwickelte. Nach dieser Verlegung konzentrierte sich die Institution auf den Aufbau einer Sammlung, die verschiedene kunsthistorische Perioden abdeckt.
Der Name des Museums stammt von der Moritzburg, der einstigen Residenz der Erzbischöfe von Magdeburg, in der die Sammlungen seit 1904 gezeigt werden. Der Ankauf von Emil Noldes Abendmahl löste 1913 einen national ausgetragenen Museumsstreit darüber aus, ob ein Museum zeitgenössische Kunst erwerben darf. Seit 1921 sind sämtliche Sammlungen in der Moritzburg vereint.
Das Museum ist von Montag, Dienstag und Donnerstag bis Sonntag geöffnet, Kinder unter 18 Jahren und Studenten haben freien Eintritt. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen, da die Ausstellungsräume sich über mehrere Stockwerke und verschiedene Bereiche des Schlosskomplexes erstrecken.
1929 erhielt das Museum als eines der ersten in Deutschland eine elektrische Beleuchtung. Im selben Jahr bekam Lyonel Feininger ein Aufenthaltsstipendium und arbeitete in einem Atelier im Obergeschoss des Torturms der Moritzburg; seine Serie von 11 Halle-Bildern wurde 1931 mit 29 zugehörigen Zeichnungen angekauft.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.092 Mitwirkenden weltweit.