Schloss Chambord, Renaissance-Schloss im Loiretal, Frankreich
Schloss Chambord ist ein Renaissance-Schloss im Loiretal, das aus hellem Kalkstein erbaut wurde und einen zentralen Bergfried mit vier großen Ecktürmen besitzt. Die Dächer sind von einem Wald aus Türmchen, Kaminen und Dachgauben bedeckt, der das Gebäude von weitem erkennbar macht.
Franz I. ließ das Schloss 1519 als Jagdschloss im Anhang seiner Residenz in Blois errichten; dafür wurden die alte Burg und die Dorfkirche abgerissen. Der König hielt sich in 32 Regierungsjahren nur 42 Tage dort auf. 1792 wurden die Möbel verkauft und das Holz entfernt; 1932 ging der Besitz an den Staat über.
Die Wendeltreppe mit zwei parallelen Läufen im Mittelteil des Schlosses ist so gebaut, dass zwei Personen gleichzeitig hinauf- und hinuntergehen können, ohne sich je zu begegnen. Wer oben ankommt, schaut durch die offene Mitte hinunter und sieht die andere Person verschwinden, ohne sie getroffen zu haben.
Das Schloss ist fast das ganze Jahr über geöffnet, aber an wenigen Feiertagen geschlossen. Da die Innenräume und Treppen sehr weitläufig sind, empfiehlt sich bequemes Schuhwerk für den Besuch.
Das Schloss steht in einem 52,5 Quadratkilometer großen Waldpark und Jagdrevier, das von einer 31 Kilometer langen Mauer umschlossen und mit Rotwild bestanden ist. Den Plan des Königs, die Loire zur Umfließung des Schlosses umzuleiten, gibt es nur im Roman Amadis de Gaula, den Franz I. hatte übersetzen lassen.
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