Mer de Glace, Talgletscher in Chamonix-Mont-Blanc, Frankreich.
Die Mer de Glace ist ein Talgletscher im Massiv des Mont Blanc oberhalb von Chamonix und erstreckt sich über eine Länge von etwa 7 km mit einer Dicke von ungefähr 200 m. Das Eis bewegt sich langsam talwärts und bildet Spalten sowie Serakmassen, die sich ständig verändern.
Der englische Reisende William Windham besuchte den Gletscher 1741 und machte ihn durch seine Berichte in Europa bekannt. Die Zahnradbahn zum Montenvers wurde 1909 eröffnet und ermöglichte erstmals den einfachen Zugang für Touristen.
Der Name bedeutet Eismeer und stammt aus dem 18. Jahrhundert, als Reisende die wellenförmigen Oberflächen mit einem gefrorenen Ozean verglichen. Die Grotte de Glace wird jedes Jahr neu in das Eis gehauen und zeigt Skulpturen sowie Einrichtungsgegenstände aus klarem blauen Eis.
Das Gelände erfordert festes Schuhwerk und warme Kleidung, da die Temperaturen auch im Sommer kühl bleiben. Der Zugang zur Eishöhle führt über eine lange Metalltreppe, die bei Nässe rutschig werden kann.
Markierungen an den Felswänden entlang des Weges zeigen den früheren Eisstand und veranschaulichen den Rückgang des Gletschers über die Jahrzehnte. Das Eis bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 90 m pro Jahr talwärts.
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