Metró Budapest, U-Bahn-Netz in Budapest, Ungarn
Das Budapester U-Bahn-System verbindet die Hauptbezirke der ungarischen Hauptstadt über vier Linien mit 52 Stationen auf einer Gesamtstrecke von rund 40 Kilometern. Die Linien tragen die Bezeichnungen M1 bis M4 und überqueren an mehreren Punkten die Donau, wobei sie historische Stadtviertel mit neueren Wohngebieten verknüpfen.
Die erste Linie wurde 1896 zur Tausendjahrfeier der ungarischen Staatsgründung eröffnet und war nach London die zweite elektrische U-Bahn Europas. Die jüngste Erweiterung mit der vollautomatischen Linie M4 erfolgte erst im Jahr 2014.
Die Linie M1 trägt den Beinamen Földalatti, was unterirdische Bahn bedeutet und auf ihre ursprüngliche Bauweise in flacher Tiefe hinweist. An vielen Stationen dieser Linie sehen Fahrgäste noch heute historische Kacheln und schmiedeeiserne Elemente, die an die frühen Jahre der Verkehrsgeschichte erinnern.
Die Züge verkehren täglich zwischen etwa halb fünf Uhr morgens und 23 Uhr abends, wobei die Taktzeiten je nach Linie und Tageszeit zwischen wenigen Minuten und einer Viertelstunde variieren. An den meisten Stationen gibt es Automaten für Tickets sowie digitale Anzeigen mit Echtzeitinformationen zu den nächsten Zügen.
Die Linie M4 nutzt vollautomatische Züge ohne Fahrer und verfügt an allen Bahnsteigen über Glaswände, die sich erst beim Halt des Zuges öffnen. Diese Technik senkt nicht nur das Unfallrisiko, sondern ermöglicht auch eine präzisere Steuerung der Zugfolge.
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