Palais Sándor, Präsidentenpalast im Burgviertel, Budapest, Ungarn.
Der Sándor-Palast ist eine klassizistische Residenz im Burgviertel, die sich unmittelbar neben der Budaer Burg erhebt und durch hellgrüne Türen, europäische Flaggen und eine symmetrische Fassade charakterisiert wird. Das Gebäude verbindet elegante Architekturdetails mit funktionalen Räumen, die für Staatsaufgaben genutzt werden.
Der Palast entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter dem Grafen Vince Sándor, wobei die Architekten Mihály Pollack und Johann Aman das Projekt in klassischer Formsprache leiteten. Diese Periode markierte einen Wendepunkt in der Entwicklung des Budaer Schlossbergs als Zentrum der Macht.
Der Spiegelsaal ist Schauplatz diplomatischer Zeremonien, bei denen internationale Botschafter dem ungarischen Präsidenten ihre Beglaubigungsschreiben überreichen. Dieser historische Raum prägt das Verständnis davon, wie der Staat formale Beziehungen zu anderen Nationen pflegt.
Das Gebäude ist nur an bestimmten Tagen im Sommer für Besucher zugänglich, wobei der Eintritt durch das gewölbte südliche Haupttor erfolgt. Von dort führt eine große Treppe in die wichtigsten Räume und ermöglicht einen Überblick über die Raumanordnung.
Das Gebäude verfügte bereits im 19. Jahrhundert über Dampfheizung und fließend Wasser, was damals für Budapest eine technische Neuerung darstellte. Diese modernen Ausstattungen waren für Wohnhäuser in der Stadt zu jener Zeit außergewöhnlich selten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.